Bulimie - Der Kampf mit dem Essen

Betroffene reden oft von einem Drang dazu, zur Toilette zu gehen und es zu tun. Hinterher fühlt man sich oft spürbar besser. Die Rede ist von "Bulimie" oder auch "Ess-Brech-Sucht".

 

Oft wird über das Thema gar nicht gesprochen, da sich Betroffene oft schämen. Dennoch ist es wirklich ernst zu nehmen. Denn hierdurch kann der Körper im schlimmsten Fall "irreparabel beschädigt" werden. Doch was ist das genau? Hier die Definition laut Wikipedia:

 

"Bulimie-Betroffene sind meist normalgewichtig, können aber auch unter- oder übergewichtig sein. Ein typisches Merkmal sind Essanfälle, nach denen sogenannte gegenregulatorische Maßnahmen ergriffen werden, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden: Hierzu zählen selbstinduziertes Erbrechen, Hungern, extreme Diäten, exzessiver Sport, der Missbrauch von Laxantien (Abführmitteln) und Brechmitteln."

 

Das ist natürlich wieder eine rein wissenschaftliche Beschreibung der Krankheit. Damit ist lediglich gemeint, dass der/die Betroffene nach einer Mahlzeit (egal wie viel gegessen wurde) bewusst eine Gewichtszunahme durch Erbrechen, Hungern, extreme Diäten oder anderem verhindert wird. Das liegt meist daran, dass Betroffene oft ein (ich sage vorsichtig) "gestörtes" Gewichtsbild von sich haben. Dabei kann das so heftige Ausmaße annehmen, dass es in Magersucht endet. Im allerschlimmsten, aber seltensten Fall sogar im Tod.

 

Allerdings ist das eher ein Klischee. Es gibt auch viele andere Formen von Bulimie. Manche Formen zeigen sich auch so  dass übermäßig viel oder wenig Appetit vorherrscht und die betroffene Person sich diesbezüglich nicht unter Kontrolle hat. Es können zwar beide Geschlechter betroffen sein, aber zu 90 - 95% sind es die Frauen/junge Frauen, die betroffen sind; überwiegend im jungen Alter ab 15.

 

Oft wird sowas auch von Depressionen oder fehlender Selbstzufriedenheit begleitet. Die Psyche leidet auch unter der Bulimie, aber auch der Organismus selbst. Denn durch die erhöhte Konzentration der Magensäure in der Speiseröhre und im Mundraum, können bleibende Schäden wie Speiseröhrenkrebs oder die Speicheldrüsen. Die Zähne können ebenfalls so schwer beschädigt werden, dass mit der Zeit Zahnkronen nötig werden.

 

Bulimie kann - zumindest im Fall, wenn der Betroffene sich selbst für "zu schwer" hält - einer Magersucht stark ähneln und sogar einzelne Phasen einer Magersucht haben. Aber wie bereits geschrieben, ist die Bulimie-Art, in der der Betroffene sich zwangsweise erbricht eher ein Klischeebild, aber dennoch bekannt. Der Grund, weshalb die Menschen dieses Bild der Bulimie kennen liegt daran, weil das einer der extremen Formen ist.

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