Tipps beim Verlassen des Elternhauses

Immer mehr Jugendliche gehen einfach von Zuhause weg. Auch volljährige, junge Erwachsene verlassen sehr früh das Elternhaus. Meist liegt ein psychologisches Motiv dahinter, weil es zu anstrengend wird. Doch sobald das Elternhaus verlassen ist, rollt eine Lawine an Problemen auf euch zu:

 

  • Keine Unterkunft/Wohnung
  • Kein Geld
  • Keine Hilfe
  • Kein Besitz
  • Kein Essen und Trinken

 

Hier gebe ich ein paar Tipps, wie Ihr euch auf soetwas vorbereiten könnt, sodass Ihr nicht ins eiskalte Wasser springt und vielleicht doch noch daran kaputt geht und scheitert.

 

Keine Unterkunft/Wohnung:

Das größte Problem ist, dass Ihr gleich nach dem weglaufen kein Dach mehr über dem Kopf habt. Ihr fragt Freunde, aber keiner kann euch aufnehmen, weil das doch zu kurzfristig kommt. Ich selber musste hier auch durch. Es kommt zwar einem gleich die Möglichkeit eines Hotels in den Kopf, aber rechnen wir mal:

 

Ein günstiges Hotel kostet pro Nacht ca. 40€ (das ist nur ein Richtwert) ohne Frühstück. Wenn Ihr 7 Tage (also eine Woche) dort bleiben wollt, kostet das schon 280€. Das ist natürlich unglaublich teuer.

 

Darum immer schon ein paar Wochen vorher diskret bei Freunden anfragen, ob Ihr bei denen wohnen könnt (vorübergehend versteht sich) und einen Termin veranschlagen, sodass Euch soetwas nicht passiert. Ihr könnt daran schneller als geplant alles Geld verlieren.

 

Kein Geld:

Das nächste Problem ist Geld. Ich persönlich kann mich nicht entscheiden, was wichtiger ist, da leider ohne Geld heutzutage nichts mehr läuft. Weder Wohnung, noch Essen. Darum immer vorher kräftig sparen. Vielleicht auch eine kleine Arbeit suchen, um was zu verdienen. Als kleinen Tipp rate ich, minimum 750€ anzusparen. Natürlich kann es auch darunter liegen, aber man muss sich dann doch unglaublich einschränken.

 

Je mehr Geld, desto besser natürlich. Geld kann man in einer solchen Situation nicht genug haben. Ich musste am eigenen Leib erfahren, was passiert, wenn man nicht genung Rücklagen hat. Ihr braucht Monate bis Jahre, um Euch davon zu erholen.

 

Keine Hilfe:

Ihr braucht auch unbedingt Hilfe. Denn allein, ohne Erfahrung draußen in der Welt seid Ihr wirklich verloren. Freunde sind immer gut, vor allem jetzt. Denn hier stellt sich auch heraus, wer Eure wahren Freunde sind und wer nicht. Aber nutzt die Hilfe eurer Freunde nicht aus. Plant gemeinsam vorher, um dann einen guten Plan für die nächsten Monate zu haben. Zum Beispiel könnt Ihr Freunde fragen, ob sie sich nach einer günstigen Wohnung umhören können oder ähnliches. Denn mehr Augen sehen mehr als zwei.

 

Kein Besitz:

Wenn Ihr weglauft, nehmt unbedingt so viel wie möglich mit. Auch wertvolle Dinge (also teure Sachen), denn die können im größten Notfall Geld bringen. Aber nehmt so viele Klamotten und Kleidungsstücke und Schuhe mit. Denn ohne Kleidung ist es besonder schwer. Vor allem, wenn man kaum Geld hat, denn Klamotten sind teuer. Am besten packt Ihr euch einen kleinen Koffer oder ein paar Rücksäcke, die Ihr auf jeden Fall noch per Hand tragen könnt.

 

Kein Essen/Trinken:

Aber das gefährlichste, was Euch passieren kann, ist, dass Ihr weder Essen, noch trinken habt. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass 7 Tage ohne Essen (nur Trinken) nicht gut ist. Nehmt auch Proviant mit. Am Besten etwas trockenes, was lange hält. Also kein Obst. Aber auch nichts, was gekocht werden muss, wie zum Beispiel Nudeln. Am Besten nehmt Ihr Nüsse, Trockenfrüchte, Zwieback oder Süßes wie Gummibärchen oder auch Chips. Im Notfall könnt Ihr dennoch Obst mitnehmen, aber bedenkt, dass das im Sommer nicht gerade die beste Lösung ist.

 

Trinken nehmt ihr an Besten genug Wasser mit. Das ist billig und löscht den Durst und hat kaum Zucker, wodurch Ihr das automatisch einspart. Denn Limo oder sogar Energy-Drinks haben die Wirkung, dass der Körper wegen dem Zucker immer mehr will und Ihr die Flasche zu schnell leertrinkt. Außerdem wird Wasser auch nicht so schnell schlecht, wie andere Getränke und ist auf Dauer gesünder.

 

 

Es mag zwar absurd klingen, aber achtet jetzt besonders auf Eure Gesundheit. Denn jetzt könnt Ihr Euch nicht mehr so schnell auskurieren bzw nicht in Ruhe, wie vorher.

 

Ein kleiner Tipp noch am Rande:

Nehmt alle möglichen evlt. wichtigen Dokumente mit. Also alle Zeugnisse, Geburtsurkunde, Verträge (Arbeits- oder Ausbildungsvertrag) und Krankenkassenkarte. Wenn Ihr die nicht habt, ist es unglaublich schwer, dass Ihr Euch im neuen Leben zurechtfindet.

 

 

In diesem Sinne:

Viel Glück an alle, die es versuchen, aus welchen Grund auch immer. Bis bald...

 

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